Die falschen Lehren der Professoren

„Falsche Lehre“ – ein Begriff, den man zunächst vielleicht den gesellschaftlichen Bereichen der Idiologien in Politik oder Religion zuordnet und vermutet. Lebenssachverhalten also, die sich weniger durch Fakten und wissenschaftlich begründbaren Wissens auszeichnen.

Das trifft ja nun eigentlich nicht auf das Gebiet der Medizin zu, und trotzdem muss sie sich spätestens in ihrem jetzigen Stadium die Frage nach einer falschen Lehre gefallen lassen, ja sie scheint elementar für jene, die dieser falschen Lehre nicht – oder muss man sagen: noch nicht? – unterliegen. Betrachtet man es etwas genauer, dann gehen die Bedenken der „falschen Lehre“ vor allem gegen Teile derjenigen die in diesen Lehranstalten die dort Lernenden „ausbilden“ und nicht verblenden sollen.
Die Rede ist hier vor allem und vorwiegend von den häufig auch gutachtlich tätigen Ärzten, die in Kliniken als Chefärzte, an Universitäten als Lehrbeauftragte oder bei diversen dubiosen Institutionen als „hauptberufliche Gutachter“ als Sachverständige im Auftrag von Versicherern, Leistungsträgern wie Berufsgenossenschaften, Rentenversicherern oder Gerichten tätig sind.

Geht man nämlich davon aus, dass fachliche Veröffentlichungen, Lehrbeiträge und institutionelle Schriften inhaltlich sowohl die Erkenntnisse, Meinungen und persönliche Einstellung der Verfasser wiedergeben, fällt auch dem medizinischen Laien unschwer auf, dass entweder zwischen der anerkannten Fachliteratur und den in speziell erstellten Publikationen und Auftragsarbeiten plötzlich ein völlig anderer Wissensstand und grundlegend abweichende Auffassungen, Methoden und Rechtfertigungen vertreten werden.

Was zunächst nur Wenige oder auch nur einen Einzelnen betrifft und schweren Schaden zufügt wie in Fällen von Gutachten (die dann gerne als Falsch- oder Gefälligkeitsgutachten bezeichnet werden, tatsächlich aber einen eindeutig rechtlich greifbaren Begriff haben: Betrugsgutachten!), wird bei der offenbar gegebenen persönlichen Überzeugung des Sachverständigen von seiner Korrektheit wohl auch im jeweiligen originären Tätigkeitsgebiet in Forschung und Lehre an Universitäten, der Aus- und Weiterbildung an Kliniken und Institutionen auch entsprechend angewandt und umgesetzt: fehlerhaft eben, unter Umständen auch tödlich.

Da am einfachsten zugänglich und umsetzbar, verdeutlicht das Ergebnis folgender persönlicher Erfahrung die verheerende und folgenschwere Diskrepanz zwischen in gängiger Fachliteratur nachlesbarer wissenschaftlicher Meinung und Standards und dem tatsächlichen Behandlungsprozedere und der dazu auf konkrete Fragen und Sachverhalten erfolgten „sachverständigen“ Äußerung in Form eines gerichtlich beauftragten Gutachtens. Der Blog-Beitrag ist derzeit noch im geschützten Bereich und (noch unvollständig) als Gesamtsicht unter Unfall, Behandlungsfehler, HWS-Fraktur 12 Jahre von Ärzten und Gutachtern vertuscht! zu finden.

Das Ergebnis und die zwingenden Schlussfolgerungen sind deshalb mehr als besorginerregend und ein Alarmsignal, weil die wie auch immer geartete, aber stets von herrschender und anerkannter Lehrmeinung abweichender individuell geäußerten fachlich zwar unbegründeten aber von den Empfängern dennoch hinzunehmenden Äußerungen zunächst einmal eine bindende Geltung erhalten. Zudem ist davon auszugehen, dass diese persönlichen und durch wirtschaftliche Vorteile nach außen vetretene Meinung letztendlich auch Einzug in die – dann wissentlich falsche – Lehre und an Universitäten und Kliniken findet. Anders wäre zumindest die falsch dargestellte „wissenschaftliche Erkenntnis“ auf Dauer nicht in der auch gerichtlich und sonst zugänglichen und verwerteten Literatur zu verankern. Dies ist aber Voraussetzung, um auf langer Sicht eine gewisse Akzeptanz, mindestens aber bewusst irreführende diskussionswürdige Auseinandersetzung zu provozieren – und damit auch einen ständig steigenden Grad an wissenschaftlich exakter Erkenntnis und Verlässlichkeit, folglich einer mehr und mehr selbstverursachten Ungenauigkeit, ja Scharlananerie!

Konsequenzen: fehlgeleitete Lehre, gefährliche Mediziner, bedrohliche Behandlungen, verängstigte Patienten und betrogene Versicherer und Versicherte

Die medizinische Behandlung – früher ein Dienst am Nächsten und eine absolut vertrauenswürdige berufliche Tätigkeit – wird zu einem unberechenbaren Risiko.

Die Konsequenzen, die sich für Patienten aus der offensichtlichen Diskrepanz oft völlig konträrer Aussagen zwischen (ehemaliger und offiziell eigentlich weiter gültigen) wissenschaftlicher Lehrmeinung einerseits und willkürlicher unbelegter Behauptungen andererseits ergeben, sind schon wegen ihrer Willfährigkeit für alle Seiten unberechenbar und beängstigend.
Argumentiert der Professor für Orthopädie oder Neurologie nun ausschließlich aus Gefälligkeitsgründen zur Abwehr berechtigter Forderungen oder weiss er es aus medizinischer Sicht vielleicht doch nicht besser? Richtet sich seine – oftmals einem Norfall unterliegende – Behandlung nach den anerkannten medizinischen Richtlinien und Standards oder seiner anderweitig geäußerten Meinung? Oder ist vielleicht sogar mit einer gänzlich von beiden Möglichkeiten abweichende Eingebung einer Behandlungsmöglichkeit denkbar?! Wenn alternative Medizinstandards und Behandlungen nach der Methode „wer mehr zahlt hat immer recht“ als richtig oder falsch deklariert werden, fragt man wohl lieber nicht mehr seinen Arzt oder Apotheker, sondern ist mit dem bekannten Orakel oder seinem Bauchgefühl wohl ebenso schlecht, möglicherweise sogar besser beraten.

Fazit: Medizin mag eine Wissenschaft sein, medizinische Aussagen und aus rein monetären Gründen beeinflusste Publikationen und Gutachten sind gefährlich und kriminell.

Patienten werden sich jedenfalls bei jeder anstehenden Behandlung, Operation und vordergründigen Aufklärung fragen müssen, ob und wie weit sie ihrem Behandler überhaupt trauen können!

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