Startseite > Anwälte, Gutachter, Leistungsträger, Recht&Gesetz, Richter > Ein Zeichen – kein Wunder!

Ein Zeichen – kein Wunder!

Erstmals gelesen auf Strafakte.de und dann zum Abgleich natürlich in Deut­schen Ärz­te­blatt 2014; A-210 und bei Beck-Online mit Wie objektiv, unabhängig und neutral sind medizinische, psychologische und psychiatrische Gerichtsgutachter? (Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg Rechtsanwalt; VRiOLG a.D.; VRiBayObLG a.D.) und schliesslich auf der Suche nach der Quelle bei Professor Dr. med. Dr. med. habil. Ursula Gresser selbst unter www.ursula-gresser.de – denn bei einer solchen Meldung will man absolute Sicherheit.

Worum geht es? Wenn Sie die Linkhinweise noch nicht gelesen haben: es geht um die Wahrheit, oder zumindest den Versuch zur Wahrheit, soweit man es überhaupt als Laie feststellen kann.

Jedenfalls sprechen die Zahlen dafür. Eine Studie, die feststellt, die „Neutralität von Gerichtsgutachten ist mehr als gefährdet“, „jeder vierte Gutachter ist wirtschaftlich abhängig“ und „fast jeder zweite psychologische Sachverständige fühlt sich beeeinflusst“!

Eine deutliche Aussage.

Eine Frage, die sich unweigerlich stellt, wird aber nicht beantwortet. Zumindest nicht in den zugänglich gemachten Beiträgen und Auszügen der Dissertation: wer ist verantwortlich, wer der oder besser gefragt: die Täter?!

Die Aussagen der Studie laufen doch zwangsläufig darauf hinaus, dass die Gutachter sich gedrängt fühlen. Offenkundig stehen dafür – auch Rückschluss der Aussagen – die zuständigen und auftraggebenden Richter in der Verantwortung.
Aber muss einerseits ein medizinischer Sachverständiger bei der Begutachtung von Behandlungsfehlern gedrängt werden? Eine lebensnahe Betrachtung sagt sicher nein.
Andererseits: welches Interesse sollte ein Richter an Vorgaben dieser Art haben? Arbeitsverweigerung? Voreingenommenheit, Befangenheit?

Das können keine ausreichenden Erklärungen sein. Elitäres Denken möglicherweise. Althergebrachte, überwunden geglaubte Dünkel? Auch denkbar, vor allem, wenn man die Verbindungen und Herkunftsbeziehungen der in schwarz respektive weiß Gekleideten betrachtet.

Spätestens in diesem Stadium ist allerdings Vorsicht geboten. Jetzt könnte man nicht zu unrecht die obligatorischen Verschwörungstheorien bemühen. Ein Heer von Experten, die geduldig und dabei leicht schmunzelnd solche Versuche ins „rechte Licht“ rücken muss, ist doch überzeugend – oder?! Jeder einigermaßen vernünftige Mensch zeigt vordergründig vielleicht zwar noch Verständnis bei derartigen Vorhaltungen, tippt zumindest in Gedanken mit dem Finger an die Stirn.

Ja, so war das mal in früheren Zeiten; es gab ja schliesslich auch das finstere Mittelalter. Gab es …? Jetzt wird es möglicherweise persönlich: es gab es und es gibt es! Was kaum jemand für möglich gehalten hätte, die Regeln sind geblieben! Aber auch die Skepsis ist gewachsen und die Möglichkeiten einer breiten Information. Wer es noch nicht erkannt hat: dem Mittelalter folgte die Zeit der Aufklärung!

Was bedeutet das für unsere zur Debatte stehende Sache?

Es heißt, der Aufklärung erneut zum Durchbruch zu helfen; durch Herstellung von Öffentlichkeit mit einschlägigen Vorgängen und Fällen, durch Verbreiten der festgestellten Fehlleistungen und wie hier durch Unterstützungund Aufklärung der kritischen Beteiligten.

Geben Sie Ihrer Meinung, Erfahrung und Feststellung wieder in zahlreichen Blogs und bei sonstigen Möglichkeiten wie bei „Legal Tribune Online“ unter

Beeinflussung von Gutachtern „Die Strukturen sind teilweise regelrecht mafiös“

http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/studie-gutachten-gericht-beeinflussung-wirtschaftliche-abhaenigigkeit

Die hier in Teilen veröffentlichte Studie bzw. deren Ergebnis ist eindeutig: sie gibt den bisherigen Kritiken und Vorwürfen recht. Aber sie ist nicht die einzige. Sie finden ein ähnliches Ergebnis auch in einem Justizforschungsprojekt der FernUni Hagen unter

Qualitätsstandards in der familienrechtspsychologischen Begutachtung

http://www.fernuni-hagen.de/psychologie/qpfg/index.shtml

(Unterstützung: Justizministerium des Landes NRW, OLG Hamm)

 

Advertisements
  1. 18. Oktober 2014 um 08:35

    Die Feststellung, die “Neutralität von Gerichtsgutachten ist mehr als gefährdet” ist wohl sehr zurückhaltend ausgedrückt. Angesichts der zahlreichen bekannt gewordenen Vorgänge kann man kaum noch von Einzelfällen ausgehen. Auch die Art und Weise legt zielgerichtete Vorgehensweise nahe. Schliesslich sind weder Ärzte noch Juristen zu den Dummen und Naiven Kreisen zu zählen, oder?

  1. No trackbacks yet.

Danke. Dein Kommentar wird nach positiver Prüfung freigeschaltet.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: