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Empfehlungen zur Abfassung von Gutachten


Worauf Sie bei Ihrem medizinischen Gutachten besonders achten sollten

Aus einem Beitrag im PatientenS.O.R.Ge-Forum

Beitrag auch abrufbar unter http://forum.patientensorge.eu/board/gutachtenwesen-gutachten-empfehlungen-zur-abfassung-von-gutachten-15_2.html oder im PatientenS.O.R.Ge-Netzwerk


Von Geschädigten, Patienten und Anspruchstellern wird immer wieder die Frage gestellt, wie ein Gutachten aussehen muss, welchen Inhalt es haben muss oder ob es Vorschriften für dessen Erstellung gibt.

Vorneweg: es gibt weder Vorschriften noch unterliegt es zunächst irgendwelchen inhaltlichen Vorgaben oder Bestimmungen; ein Gutachten wird unter Verantwortung des beauftragten Gutachters eigenverantwortlich formfrei erstellt.
Allerdings müssen einige inhaltliche und fachliche Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu habe ich zwei Empfehlungen der Ärztekammer Nordrhein und der Ärztekammer Berlin gefunden. Die Empfehlungen zur Abfassung von Gutachten dienen Geschädigten natürlich auch zur Prüfung bereits erstellter Gutachten, beispielsweise zur weiteren Argumentationen:

Empfehlungen zur Abfassung von Gutachten

verfasst von der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Inhaltsübersicht

Über die Empfehlungen zur Abfassung von Gutachten

Empfehlungen zur Abfassung von Gutachten in Arzthaftungsprozessen

Erläuterungen

I. Auftrag

1. Prüfung der Kompetenz und Unbefangenheit
2. Bindung an die Beweisfrage

3. Kopf des Gutachtens und Wiedergabe der Beweisfrage

II. Grundlagen der Begutachtung

1. Gerichtsakten (nebst Beiakten) und Krankenpapiere (mit Röntgenbildern, technischen Aufzeichnungen, Laborbefunden usw.)
2. Durchgeführte Untersuchungen

3. Sonstige Erkenntnisquellen

4. Verhalten bei streitigem Sachverhalt

5. Anregungen zur Ergänzung der Beweisaufnahme

III. Sachverhalt

1. Beschreibung von Krankengeschichte und Behandlungsverlauf unter Beschränkung auf das für die Begutachtung Wesentliche
2. Auffälligkeiten, Widersprüche und Lücken in den Krankenpapieren

IV. Bewertung des ärztlichen Vorgehens

1. Begriff des Behandlungsfehlers
2. Standard – Versorgungsstufe – Übernahmeverschulden

3. Umgang mit Leitlinien und Empfehlungen

4. Kausalität des ärztlichen Vorgehens für den eingetretenen Schaden
5. Grober Behandlungsfehler und Umkehr der Beweislast

6. Umfang des Schadens und Prognose für weitere Entwicklung

V. Zusammenfassung

VI. Eidliche Versicherung

VII. Unterschrift

1. Übernahme der vollen Verantwortung des Unterzeichnenden für das gesamte Gutachten – Kollegialgutachten
2. Namentliche Bezeichnung von Hilfspersonen unter Angabe von Art und Umfang ihrer Mitarbeit

Entsprechende Anwendung dieser Regeln auf Gutachten in anderen Verfahren

I. Haftungsprozesse gegen Beklagte, die nicht Ärzte sind
II. Gutachten für Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen

III. Gutachten in Strafverfahren

Allgemeine Regeln für medizinische Gutachten

I. Form und Sprache
II. Literatur

III. Umgang mit anderen Gutachten

IV. Stellungnahme zu Rechtsfragen

V. Bitte um Urteilsabschrift

via http://www.aekno.de/page.asp?pageID=5250


ausführlich auch in Allgemeine Grundlagen der Begutachtung

aus: http://www.aerztekammer-berlin.de/10arzt/37_Gutachter-Verzeichnis/50_Allgemeine_Grundlagen_der_Begutachtung.pdf

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